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Corona Panne Bayern

Coronavirus-Tester an Autobahn-Station selbst positiv getestet

Ein für Corona-Tests für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten zuständiger Mitarbeiter ist positiv auf das Virus getestet worden. Mehrere Kontaktpersonen sind in Qurantäne.

Corona-Tests für Reiserückkehrer: Ein Mitarbeiter einer Station in Bayern ist positiv auf das Virus getestet worden
Corona-Tests für Reiserückkehrer: Ein Mitarbeiter einer Station in Bayern ist positiv auf das Virus getestet worden
Timo Plunert/dpa

Ein Mitarbeiter des Dienstleisters Eurofins, der für den Freistaat Bayern Corona-Tests für Reiserückkehrer an Autobahnraststätten vornimmt, ist nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks positiv auf das Virus getestet worden. Der Sender beruft sich auf das örtliche Gesundheitsamt. Mehrere Kontaktpersonen, darunter Ehrenamtliche von Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Technischem Hilfswerk, seien deshalb in Quarantäne, hieß es am Montag. Der Kontakt zwischen dem Eurofins-Mitarbeiter und den Ehrenamtlichen habe bei der Übergabe der Teststation Donautal-Ost an der A3 bei Passau stattgefunden.

Nach Corona-Panne in Bayern - 46 positiv getestete Urlauber nicht identifizierbar

Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests können die bayerischen Gesundheitsbehörden 46 positiv auf das Coronavirus getestete Reiserückkehrer bislang nicht identifizieren (Stand Sonntag). Von 949 positiven Befunden hätten 903 den Betroffenen zugeordnet werden können, erklärte das bayerische Gesundheitsministerium am Sonntag in München. Nach der Reisewarnung für Spanien ist eine neue Kontroverse darüber entbrannt, ob die Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten weiter kostenlos bleiben sollen.

„Bei lediglich 46 positiven Befunden liegen keine passenden Personendaten vor“, hieß es in der Erklärung des Ministeriums. Bis Sonntagmittag wurden 844 der 903 Identifizierten über ihren positiven Befund informiert, wie ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums auf AFP-Anfrage sagte. „Es wird laufend weiter informiert.“ Insgesamt hatten die Behörden bei 44.000 Tests an Heimkehrern die Betroffenen zunächst nicht informieren können.

Test-Panne in Bayern sorgt deutschlandweit für Kritik

Nach Bekanntwerden der Panne sollten die positiv Getesteten eigentlich bereits bis Donnerstag ausfindig gemacht und informiert werden. Weil die Erhebungsbögen für die Tests aber zum Teil nur handschriftlich und teilweise unvollständig ausgefüllt wurden, gestaltete sich das als schwierig.

Auch die negativ Getesteten sollen ihre Ergebnisse nach und nach erhalten. Die rund 44.000 Tests wurden bis zum 11. August vorgenommen. Insgesamt erfolgten mittlerweile seit Beginn der Maßnahme in Bayern am 25. Juli 127.650 Testungen. Die Panne sorgte bundesweit für Empörung - und für Kritik an der bayerischen Landesregierung.