15° / 6°
Corona Bayern Bußgeld

Weiter hohe Bußgelder für Verstöße gegen Maskenpflicht - Tests sollen kostenlos bleiben

Bund und Länder einigen sich am Donnerstag auf ein möglichst einheitliches weiteres Vorgehen in der Corona-Krise. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht sowie Tests plant Bayern aber offenbar im Rahmen des Möglichen einen Sonderweg.

Markus Söder will Bayern trotz der beschlossenen Regelungen zwischen Bund und Ländern den Rahmen des Möglichen ausschöpfen und für Bayern einen Sonderweg in einigen Themenfeldern wählen.
Markus Söder will Bayern trotz der beschlossenen Regelungen zwischen Bund und Ländern den Rahmen des Möglichen ausschöpfen und für Bayern einen Sonderweg in einigen Themenfeldern wählen.
Nicolas Armer/DPA

In Bayern bleiben Verstöße gegen die Maskenpflicht weiterhin deutlich teurer als im Rest von Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen angesichts der aktuellen Entwicklung in der Corona-Krise im Freistaat auch nach der Einigung von Bund und Ländern auf ein einheitliches Mindest-Bußgeld von 50 Euro für Verstöße weiter 250 Euro fällig werden.

Kostenlose Corona-Tests: Bayern will dabei bleiben

Zudem soll es dem Vernehmen nach in Bayern auch weiterhin die Möglichkeit für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten geben, sich an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen direkt kostenlos testen zu lassen. In einem Beschlusspapier schlägt der Bund vor, kostenlose Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten ab Mitte September nicht mehr anzubieten.

Bund und Länder hatten sich am Mittag nach dpa-Informationen bei ihrer Videokonferenz darauf verständigt, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben. Einzig Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) kündigte an, die Regelung in seinem Land nicht umsetzen zu wollen.

Corona in Bayern: Von Alkoholverboten und Grenzwert-Überschreitungen

In Bayern - wie auch in weiten Teilen Deutschlands - steigen seit Juli die Fallzahlen der Coronavirus-Infektionen wieder deutlich an. In München wird daher aktuell über einschränkende Maßnahmen diskutiert, in Rosenheim gibt es wegen des Überschreitens des Grenzwertes bereits weitergehende Maßnahmen.