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Corona Regeln Bayern

Hohe Bußgelder und Maskenpflicht - Das sagt Markus Söder in einer Videobotschaft

Markus Söder (CSU) hat angesichts der steigenden Neuinfektionen am Dienstagmorgen für härtere Corona-Maßnahmen in Bayern geworben. Wie sehen die Regeln im Freistaat aus?

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder hat am Dienstagmorgen für härtere Corona-Regeln geworben.
Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder hat am Dienstagmorgen für härtere Corona-Regeln geworben.
Peter Kneffel/dpa

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der steigenden Neuinfektionen am Dienstagmorgen in einem Video für härtere Corona-Regeln geworben. Corona sei wieder voll da, sagte Söder. Die Zahlen seien besorgniserregend. Man müsse nun „die Zügel etwas anziehen“ und „die Vernünftigen vor den Unvernünftigen“ schützen.

Corona in Bayern: Das fordert Söder

Ausweitung der Maskenpflicht bei regionalen Infektionsgeschehen

Höhere Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Regeln

Empfindliche Strafen bei Verstoß gegen die Quarantäne-Auflagen

„Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber zu großer Besorgnis. Entsprechend werden wir reagieren: In Bayern konsequent,“ machte Söder deutlich.

Mit mehr Strenge gegen die Corona-Welle - Bayern verschärft Bußgelder

Bayern setzt im Kampf gegen die wieder steigenden Corona-Infektionen auf mehr Kontrollen von Auflagen wie der Maskenpflicht und höhere Strafen gegen Verstöße. „Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben“, sagte Ministerpräsident Söder am Montag in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2000 Euro fällig werden. „Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt“, betonte der CSU-Chef. Mit Blick auf die am Donnerstag anstehende Konferenz von Bund und Ländern machte er deutlich, dass Bayern allein in der Krise nichts ausrichten könne.

Corona und Urlaub: Bayern ist gegen Ende der Testpflicht nach Sommersaison

Bayern ist gegen ein vorzeitiges Ende der Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer. „Die Diskussion zur Beendigung einer Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist verfrüht“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montagabend in München. Die Auswertungen aktueller Ausbruchsschwerpunkte von Corona-Infektionen zeige klar die Bedeutung von infizierten Reiserückkehrern an diesen Infektionsketten.

Kostenlose Corona-Tests für Urlauber bald Geschichte

Nach dem Ende der Sommerreisesaison wollen sich Bund und Länder bei den Corona-Tests verstärkt auf Krankenhäuser und Pflegeheime konzentrieren. Kostenlose Tests für Urlauber und Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen dafür nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegfallen. Das vereinbarten sie am Montag in einer Schaltkonferenz. Zudem wird weiter über einheitlichere Corona-Regeln in Deutschland mit Blick auf Familienfeiern, Bußgelder und Masken diskutiert. Parallel dazu werden Kontrollmaßnahmen verschärft.

Stadt Rosenheim überschreitet Corona-Grenzwert - Striktere Regeln

Die Stadt Rosenheim hat am Wochenende den 7-Tage-Grenzwert bei Corona-Infektionen überschritten und reagiert mit strikteren Vorschriften. Der Wert habe am Wochenende kurzzeitig bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle von 50 für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

RKI-Zahlen: Infizierte, Tote, Genesene so ist die Lage in Bayern

Das sind die aktuellen Zahlen des RKI vom 25.08.20 (Stand 0:00 Uhr):

Zahl der Infizierten: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 55.414 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Zahl der Neuinfektionen: 353

Zahl der Toten: Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 2.634.

Veränderung zum Vortag: 0

Zahl der Genesenen: Bis Dienstagmorgen hatten etwa 49.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden - etwa 200 mehr am Vortag.

Das RKI gibt die Zahlen für die Bundesländer und Landkreise täglich in einem Dashboard aus.

Diese Zahlen gibt das RKI am Dienstag für Bayern bekannt.  Die Zahlen des RKI für Bayern
Diese Zahlen gibt das RKI am Dienstag für Bayern bekannt. Die Zahlen des RKI für Bayern
Screenshot Dashboard RKI

Steigende Zahl an Neuinfektionen: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitgehend in eigener Verantwortung über Einschränkungen oder aber die Lockerung von Auflagen entscheiden. Hier der aktuelle Stand in Bayern in ausgewählten Lebensbereichen.

Im öffentlichen Raum dürfen sich Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

In Bayern sind Schulferien. Es gibt mehrstufige Pläne für Schulen, Kindergärten und Co., wie es abhängig vom lokalen Pandemie-Verlauf weitergehen soll. Klar ist, dass es eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts geben wird. Ab September sollen Kinder mit Schnupfen und laufender Nase nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Lokale Schließungen von Einrichtungen sollen in jedem Fall die letzte Option sein.

Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien. Und die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt.

In Bayern ist eine Maske im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend. Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Montagmittag an, dass der Bußgeld-Regelsatz von 150 Euro auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen angehoben wird. Der neue Bußgeldkatalog soll bereits von diesem Dienstag an gelten.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen öffnen, ebenso Wellnessbereiche.

Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.