Zwei Wochen gehen Schülerinnen und Schüler in Bayern nun wieder in den Unterricht. Doch in zahlreichen Städten kam es wegen Corona-Fällen schon zu Schulschließungen. Am Freitag hat der Kultusminister Michael Piazolo Bilanz gezogen.
Corona und Schule in Bayern: Maskenpflicht im Unterricht läuft aus
Die Maskenpflicht für alle bayerischen Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe läuft wie geplant mit dem heutigen Freitag aus. „Die neun Tage einer besonderen Maskenpflicht (..) waren sinnvoll“, bilanzierte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Nach nunmehr knapp zwei Wochen Unterricht sei die Gefahr durch Reiserückkehrer nicht mehr im gleichen Maße gegeben wie direkt zu Schuljahresbeginn. Daher sei eine generelle Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske ab kommender Woche nicht mehr nötig. Sie kann jedoch, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort, jederzeit lokal wieder angeordnet werden.
Corona und Schule: Regelung für Schulen in München offen
Was genau die Überschreitung des Grenzwerts für die Situation an den Schulen in München bedeutet war am Freitag noch unklar. Das sagte der Kultusminister des Freistaats Piazolo nach Angaben des BR am Freitag. „Es gibt da keinen Automatismus“, sagte er. Letztlich müssten die Gesundheitsämter vor Ort entscheiden. Im Moment sind vier Schulen in Bayern wegen Corona-Fällen geschlossen in Furth im Wald, Kelheim, Würzburg und Tirschenreuth.
Diese Städte in Bayern sprengen den Grenzwert:
In Bayern gibt es besonders viele Städte und Kreise mit einer hohen Zahl an Neuinfektionen. Diese Städte und Kreise sprengen die Grenzwerte:
Die Kreis Garmisch-Partenkirchen hat mit 56,5 erneut viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der letzten Woche in Bayern. Dort hatte eine Reiserückkehrerin in Bars zahlreiche andere Menschen angesteckt.
Die Stadt Würzburg weist mit 70,4 den höchsten Wert aller Städte und Kreise in Deutschland auf. Dort sind bereits Einschränkungen beschlossen worden. Ein Gymnasium wurde geschlossen.
Auch der Kreis Würzburg liegt mit 40,2 mittlerweile über dem Grenzwert für Bayern.
Die Stadt Kaufbeuren ist mit einer 7-Tage-Inzidenz von 59,2 ebenfalls stark betroffen.
Auch der Kreis Kulmbach hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 45,9 den bundesweit geltenden Grenzwert unterschritten. Vor einer Woche galt der Kreis noch als coronafrei.
Die Stadt Passau hat am Mittwoch den Frühwarnwert ebenfalls überschritten. Dort lag die 7-Tage-inzidenz am Freitag jedoch bei 34,3. Die Stadt diskutiert Maßnahmen.
Die Stadt München ist mit 40,9 wieder weit über dem für Bayern geltenden Frühwarnwert von 35 gerutscht.
Rosenheim liegt mit 31,6 unter allen Grenzwerten. Dieser lag in der vergangenen Woche allerdings noch weit jenseits der 50.
Memmingen, Landshut, Ingolstadt und Straubing lagen am Donnerstag unter allen Grenzwerten. Dort lagen die Zahlen in der vergangenen Woche jenseits der Grenzwerte.
So sehen die RKI-Zahlen für ganz Bayern aus
Laut Angaben des RKI steigen die Infektionszahlen in ganz Bayern an. Mit 63.918 hat der Freistaat im Vergleich zu anderen Bundesländern die zweitmeisten nachgewiesenen Fälle.
Zahl der Infizierten: 63.918
Zahl der Neuinfektionen: 286
Zahl der Toten: 2648
Fälle pro 100.000 Einwohner: 488,8