In der kleinen Gemeinde Wain (Kreis Biberach) liegen spätestens seit dem 1. Mai die Nerven blank. Das Dorf ist gespalten, die Gerüchteküche brodelt. Selbst Bürgermeister Stephan Mantz beschönigt dies nicht. „In unserer Gemeinde wird derzeit durch die Unruhen im Gemeinderat, durch einen offenen Brief vom 17. April 2020 und mit geschmacklosen und makabren Aktionen in der Maiennacht das Zusammenleben erheblich gestört und belastet.“ Diese Worte schreibt der Schultes in einem offenen Brief, der in dieser Woche zusammen mit dem Amtsblatt verteilt wurde. Ebenfalls an die Haushalte verteilt wurde gleichzeitig ein von mehr als 100 Bürgern unterzeichneter offener Brief, den Frieder Wegmann verfasst haben soll. Ursprünglich war sein Wunsch, dass dieser im Amtsblatt veröffentlicht wird. Doch Mantz informierte sich bei einem Rechtsexperten und beim Kommunalamt. „Die haben Bedenken. Das Amtsblatt soll nur Inhalte haben, die sich auf das Verwaltungshandeln beziehen, und wird ansonsten noch für kirchliche und Vereinsthemen genutzt.“ Die Verbreitung des von vielen Bürgern unterschriebenen Briefes stelle daher einen Kompromiss dar.
Maischerz in Wain hat Nachspiel: „Zusammenleben gestört und belastet“
In Wain appellieren Bürgermeister und Bürger zu mehr Frieden. Polizei sucht nach bedrohlichem Maischerz Zeugen.
Satirische Maischerze hingen am Zaun des Rathauses. Am 1. Mai gab es aber auch eine unschöne Installation, aufgrund derer nun ermittelt wird.
Anonym Satirische Maischerze hingen am Zaun des Rathauses. Am 1. Mai gab es aber auch eine unschöne Installation, aufgrund derer nun ermittelt wird.
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