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Gänstorbrücke Ulm

Wird sie nur zur Hälfte abgerissen? Marode Brücke teilweise unter Denkmalschutz

Es klingt kurios: Die zum Abriss vorgesehen Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm steht unter Denkmalschutz - zumindest zur Hälfte.

Soll abgerissen werden: Die marode Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm.
Soll abgerissen werden: Die marode Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm.
Matthias Kessler/Sylvia Barron

So wenig die Ulmer und Neu-Ulmer die Donau noch als Grenze wahrnehmen, starr kann sich die in ihrer Mitte laufende Landegrenze verwalterisch auswirken. In seiner Sitzung am Dienstagabend erfuhr der Bauausschuss des Ulmer Gemeinderats zu seiner Überraschung, dass er den Abriss einer denkmalgeschützten Brücke beschlossen hat. Jedenfalls was die baden-württembergische Seite angeht. „Das hört sich jetzt vielleicht wie ein Witz an, aber die Gänstorbrücke steht bis zur Flussmitte unter Denkmalschutz“, sagte Baubürgermeister Tim von Winning am Rande des Tagesordnungspunkts, in dem sein Amt den Räten das Verfahren vorstellte, wie der Neubau an der Donau ausgeschrieben werden soll.