Zahlreiche Städte in Bayern haben die in Bayern und bundesweit geltenden Grenzwerte schon gesprengt. Auch Neu-Ulm nährt sich diesem Grenzwert weiter an.
RKI-Zahlen für Neu-Ulm: So hoch ist die 7-Tage-Inzidenz
Mit 33,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner über die letzten sieben Tage liegt der Wert der sogenannten 7-Tage-Inzidenz am Montag in Neu-Ulm hoch (Quelle: RKI-Dashboard 14.09., 0:00 Uhr). Der bundesweit geltende Grenzwert liegt zwar bei 50, in Bayern gilt allerdings ein Frühwarnwert von 35. Ab dieser Stufe können Städte und Kreise neue Maßnahmen beschließen, um die Infektionstätigkeit einzudämmen.
Corona-Zahlen in Neu-Ulm: So viele Neuinfektionen gibt es laut RKI
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Montag folgende Zahlen für Neu-Ulm:
Zahl der Infizierten: 673
Zahl der Neuinfektionen: 6
Zahl der Toten: 26
Fälle pro 100.000 Einwohner: 386,3
Fälle pro 100.000 Einwohner über sieben Tage: 33,9
Corona-Update für Neu-Ulm: Diese Zahlen meldet das Landratsamt am Montag
Das Landratsamt in Neu-Ulm teilte am Montag ebenfalls die Zahlen der Neuinfektionen, Infizierten und Genesenen mit. Diese Zahlen unterscheiden sich aufgrund von Verzögerungen bei der Übermittlung von denen des RKI. So sehen die Zahlen im Detail aus:
Zahl der Infizierten: 675
Zahl der Neuinfektionen am Wochenende (seit Freitag): 18
Aktive Fälle: 54
Sieben-Tage-Inzidenz: 34,2
Zahl der Toten: 26
Nach Angaben des Landratsamtes kam es zu keiner Bildung von Clustern oder Hot Spots im Landkreis. Das heißt die Neuinfektionen konzentrieren sich nicht auf einen bestimmten Ort.
Corona-Regeln in Bayern: Diese Einschränkungen beschließen die Städte
Erreicht eine Stadt in Bayern den Grenzwert können neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen werden. Welche ist jedoch von Stadt zu Stadt unterschiedlich:
In Rosenheim und Landshut gelten Kontaktbeschränkungen. Es dürfen sich nur Gruppen bis fünf statt zehn Personen in der Öffentlichkeit oder in Gaststätten treffen.
In Landshut gilt zudem eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Schüler der Grundschule.
In Rosenheim sollen die bereits am 25. August in Kraft getretenen Beschränkungen. Dort sind Teilnehmerzahlen von Veranstaltungen begrenzt worden.
Memmingen will keine neuen Regeln einführen, weil es sich bei den neuen fälle fast ausschließlich um Reiserückkehrer handle.
In München ist nach Überschreiten des Frühwarnwerts ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum beschlossen worden.
Würzburg hat den Konsum von Alkohol auf der alten Mainbrücke an Wochenenden eingeschränkt. Zudem gilt eine schärfere Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen.
Diese Städte in Bayern sprengen den Grenzwert:
In Bayern gibt es besonders viele Städte und Kreise mit einer hohen Zahl an Neuinfektionen. Diese Städte und Kreise sprengen die Grenzwerte:
Der Kreis Garmisch-Partenkirchen ist mit einer 7-Tage-inzidenz von 55,4 der Kreis mit den meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der letzten Woche. Dort hatte eine Reiserückkehrerin in Bars zahlreiche andere Menschen angesteckt.
Auch die Stadt Kaufbeuren hat mit 54,7 den bundesweit geltenden Grenzwert gesprengt.
Die Stadt Würzburg weist mit 54 ebenfalls einen hohen wert auf. Dort sind bereits Einschränkungen beschlossen worden.
Die Stadt München liegt mit 36,5 weiter über dem für Bayern geltenden Frühwarnwert von 35.
Der Landkreis Miesbach sprengt den Frühwarnwert mit 36,1 ebenfalls.
Auch Nürnberg liegt mit 36,7 über dem Frühwarnwert.
Auch Rosenheim weit mit 44,2 weiter einen hohen Wert auf. Dieser lag in der vergangenen Woche allerdings noch weit jenseits der 50.
Memmingen, Landshut, Ingolstadt und Straubing lagen am Montag unter allen Grenzwerten. Dort lagen die Zahlen in der vergangenen Woche jenseits der Grenzwerte.
Infizierte, Neuinfektionen und Tote: RKI-Zahlen für ganz Bayern
Mit 61.974 nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie ist Bayern das Bundesland mit den zweitmeisten Corona-Infektionen in Deutschland. Die Zahlen von Montag im Detail:
Zahl der Infizierten: 61.894
Neuinfektionen: 269
Tote: 2645
Fälle pro 100.000 Einwohner: 473,9