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Wie wirkt sich die US-Wahl auf die Ukrainehilfe im Ermstal aus?

„Jetzt wird der Krieg noch länger dauern“

Holger Weiblen ist desillusioniert. „Ermstal hilft“, ein von ihm mitinitiiertes Hilfsprojekt für Menschen aus der Ukraine, muss ohnehin mit wenig Geld auskommen. Trump, so die Befürchtung, wird als neuer US-Präsident wenig für die Ukraine tun.

Die Fahrer der Organisation „Ermstal hilft“ müssen immer wieder Checkpoints passieren.
Die Fahrer der Organisation „Ermstal hilft“ müssen immer wieder Checkpoints passieren.
Ermstal hilft

Gerade ist der frühere Metzinger Stadtrat und Jurist Holger Weiblen aus der Ukraine zurückgekommen. Mit Mitstreitern von „Ermstal hilft“ hat er Wasseraufbereitungsanlagen in die Krisenregion transportiert. „Dringend notwendig“, sagt er. Trinkwasser aus der Flasche ist dort teuer, und „nach dem Duschen hat man das Bedürfnis, sich zu waschen.“ Denn das Wasser riecht nach Jauche. Die aus dem Ermstal gelieferten Anlagen sind jetzt für die Menschen in diesem Gebiet wichtige Zapfstellen, zumal die Aussicht auf ein normales Leben in weite Ferne gerückt ist: „Ich befürchte, der Krieg wird sich jetzt in die Länge ziehen“, sagt Weiblen. Sein Pessimismus wird genährt vom Ausgang der US-Wahl.