So idyllisch wie sich der Hartberg, eine Straße im Bad Uracher Stadtteil Seeburg, zwischen zwei Häuserzeilen dahinschlängelt, stellt sich die Situation für die Anwohner nicht dar. Die Straße ist übersät von einem Flickenteppich aus Asphalt. Kanaldeckel sind so wild verteilt wie Bierdeckel auf einem Wirtshaustisch, an dem sich Skatbrüder in die Haare gekriegt haben. Und die Straße ist nicht unbedingt topfeben. Eher so wie das Meer bei Windstärke sechs. Diese Straße also muss, um es kurz zu machen, saniert werden. Die Kosten dafür, etwa 1,2 Millionen Euro, haben die Haus- und Grundstückseigentümer zu tragen. Weil sie nie Erschließungsgebühren berappen mussten. Das hat die Verwaltung wohl jahre- und jahrzehntelang vergessen. Dagegen können die Anwohner juristisch vorgehen. Das würden sie vermutlich auch, wenn sie Aussicht auf Erfolg hätten. Beispiele aus anderen Kommunen zeigen, dass diese Aussicht nicht besteht.
Wer muss Erschließungskosten bezahlen?
Für Anwohner wird die Sanierung ihrer Straße teuer. Sie werden zur Kasse gebeten, weil nie Erschließungskosten fällig wurden.