15° / 6°
Falscher Polizist

Im sozialen Netzwerk asoziale Aufträge erhalten

Vor Gericht berichtet ein 24-Jähriger reumütig, wie er als „Falscher Polizist“ alte Menschen um ihre Erspartes bringt – und beinahe alles wieder verspielt.

Telefonbetrug greift mehr und mehr um sich. (Symbolbild)
Telefonbetrug greift mehr und mehr um sich. (Symbolbild)
dpa

Irgendwann im Frühjahr vergangenen Jahres ist ein 24-jähriger Berufsfahrer in den Tiefen des Internets und der so genannten sozialen Netzwerke fündig geworden. Wie sozial es etwa auf Facebook zugeht, das offenbarte er jetzt als Angeklagter vor dem Ulmer Landgericht. „Wohnzimmer“ hieß die Gruppe, in der sich der junge Mann aus dem Alb-Donau-Kreis Live-Übertragungen angeschlossen hat und bei einem Mann aus der Türkei hängen blieb, der in Deutschland „Fahrer“ suchte. „Ich wusste nicht genau, um was es ging, aber schon, dass es kriminell ist“, räumte er die Anklage ein und gab unumwunden zu, dass er der Geldbote von „falschen Polizisten„ war, deren Betrugsmasche seit Jahren ältere Menschen um ihr Erspartes bringt. Auch im Landkreis Göppingen war der Angeklagte im Einsatz.