Arbeitsminister Hubertus Heil bezeichnete die Einführung des Bürgergelds als die „größte Sozialreform seit 20 Jahren“. Laut Bundesregierung soll es Menschen im Leistungsbezug ermöglichen, sich stärker auf Qualifizierung, Weiterbildung und Arbeitssuche konzentrieren zu können. Umsetzen müssen die neuen Regelungen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter vor Ort. Für diese ist die Gesetzesreform nur eine von vielen Veränderungen, mit denen sie sich in den vergangenen drei Jahren befassen mussten, berichten Nicole Gerlach (Bereichsleiterin Leistungsabteilung) und Georg Wilhelm (Bereichsleiter Markt und Integration) vom Jobcenter des Landkreises Göppingen im Gespräch mit der GZ. Neben den Herausforderungen durch die Corona–Pandemie kam mit den Geflüchteten aus der Ukraine im vergangenen Juni zum Beispiel eine ganz neue Gruppe an Leistungsberechtigten hinzu.
Jobcenter sieht Chancen für mehr Weiterbildung
Anfang 2023 wurde das Bürgergeld eingeführt. Im Juli stehen weitere Veränderungen für Leistungsempfänger an. Wie läuft die Umsetzung der Sozialreform im Kreis Göppingen?
„Wenn Existenzängste da sind, haben die Menschen einfach keinen Kopf für eine Weiterbildung“, sagt Georg Wilhelm, Bereichsleiter Markt und Integration beim Jobcenter des Kreises Göppingen. Die sei auch bei den Beratungen spürbar. ⇥
Markus Sontheimer „Wenn Existenzängste da sind, haben die Menschen einfach keinen Kopf für eine Weiterbildung“, sagt Georg Wilhelm, Bereichsleiter Markt und Integration beim Jobcenter des Kreises Göppingen. Die sei auch bei den Beratungen spürbar. ⇥
Markus Sontheimer