Es ist immer schwer, wenn es Reibereien gibt, das Wahre vom Dramatisierten zu trennen. Doch selbst nur, was sich erweislich derzeit im südwestlichen Braunsbacher Wohngebiet am Hang abspielt, klingt schon etwas nach Wildwest. „Meine Schwägerin wurde dort von einem Mann angehalten, übel beschimpft, und er hat gegen ihr Auto getreten, sodass eine Delle blieb“, berichtet Silke Dietrich von der örtlichen Firma Krause Verpackungen. Vor allem die Geschäftsleute im Ort störe die Selbstjustiz mehrerer Anwohner, die mit verschiedenen Aktionen Fahrer strafen wollen, die ihrer Meinung nach gegen das dort aufgestellte Schild „Anlieger frei“ verstoßen. „Jeder von draußen bekommt das Gefühl, Auswärtige seien in Braunsbach unerwünscht“, echauffiert sie sich.
Renitente Anwohner führen in Braunsbach Kleinkrieg gegen Autofahrer
Im Braunsbacher Wohngebiet werden Autofahrer von Anwohnern angehalten, angepöbelt, deren Wagen beschädigt und Hindernisse auf die Straße gestellt.
Den Stein ins Rollen bringt diese Absperrung in Braunsbach: Einige Anwohner beschweren sich, dass sich etliche auswärtige Fahrer nicht an das Schild „Anlieger frei“ hielten – und wollen sie deshalb selbst bestrafen.⇥
Norbert Acker Den Stein ins Rollen bringt diese Absperrung in Braunsbach: Einige Anwohner beschweren sich, dass sich etliche auswärtige Fahrer nicht an das Schild „Anlieger frei“ hielten – und wollen sie deshalb selbst bestrafen.⇥
Norbert Acker