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Umstrittener Test

War „Kompass 4“ gar nicht zu schwer?

Viele Kinder verzweifelten an den Mathe-Aufgaben, doch Wissenschaftler halten diese für angemessen. Wie erklären sie das schlechte Abschneiden der Viertklässler?

Zu schwere Aufgaben oder zu schlechte Schüler? Über die Hintergründe der Ergebnisse des Tests "Kompass 4" in Mathematik wird in Baden-Württemberg debattiert.
Zu schwere Aufgaben oder zu schlechte Schüler? Über die Hintergründe der Ergebnisse des Tests "Kompass 4" in Mathematik wird in Baden-Württemberg debattiert.
IMAGO/Thomas Trutschel

Die Debatte um die massenhaft schlechten Mathe-Ergebnisse beim Schülerleistungstest „Kompass 4“ hält an. Während auf dem landespolitischen Parkett weiter um den Umgang mit dem Instrument gerungen wird, melden sich erstmals Fachwissenschaftler zu Wort – mit überraschendem Tenor: „Nach einer ersten Durchsicht kann ich Ihnen mitteilen, dass die Aufgaben den üblichen Standards für Mathematiktests der vierten Klassenstufe entsprechen und keine besonderen Auffälligkeiten zeigen“, erklärt Sebastian Schorcht, Professor für Grundschulpädagogik und Mathematik an der Technischen Universität (TU) Dresden, auf Anfrage dieser Zeitung.