Als die Führungskräfte der baden-württembergischen CDU am Montagmorgen in ihrer Parteizentrale in Stuttgart zusammenkommen, ist der Druck auf Thomas Strobl enorm. Seit Wochen und Monaten wirken verschiedene Kräfte der Partei auf allen möglichen Wegen auf den Landesvorsitzenden ein. Man redet mit ihm und über ihn. Strobl solle es gut sein lassen – so der Tenor vieler Gespräche hinter landespolitischen Kulissen. Wenn auf dem nächsten Parteitag Ende November in Reutlingen turnusgemäß die Wahl des Landesvorsitzenden ansteht, möge er bitte nicht erneut kandidieren, sondern den Weg freimachen für „den Manuel“, heißt es immer wieder. Denn Manuel Hagel (35), seit zweieinhalb Jahren CDU-Fraktionschef im Landtag, dem ge höre in der Südwest-CDU die Zukunft.
Lange Gespräche, müde Gesichter: Wie der Abgang von Thomas Strobl wirklich lief
Es war ein schwerer Schritt für Thomas Strobl. Noch am Montagmorgen war nicht klar, ob er Platz macht für den ehrgeizigen Ehinger Manuel Hagel. Was hinter dem Schritt steckt – und warum die CDU eine historische Chance hat.
Thomas Strobl (l), CDU-Landesvorsitzender und Innenminister von Baden-Württemberg, tritt zur Seite, um für Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, Platz zu machen. Der will sich am Mittwoch erklären.
Marijan Murat/dpa Thomas Strobl (l), CDU-Landesvorsitzender und Innenminister von Baden-Württemberg, tritt zur Seite, um für Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, Platz zu machen. Der will sich am Mittwoch erklären.
Marijan Murat/dpa