Eltern und Lehrer müssten eigentlich am besten wissen, ob ein Kind für das Gymnasium geeignet ist oder nicht. Warum dann auch noch ein Kompetenztest für alle Viertklässler eingeführt wird, der zusätzliche Indizien für die weitere Schulkarriere liefern soll, ist fragwürdig genug. Dass das Kultusministerium – gehetzt von der Rückkehr des G9 und einem möglichen Ansturm darauf – den Schülern dabei unausgegorene Mathematikaufgaben serviert, die offenbar kaum ein Kind lösen kann, ist jedoch mehr als peinlich. Da kann die Ministerin noch so sehr versuchen, sich mit generell schlechten Rechen-Leistungen von Grundschülern in Deutschland herauszureden.
Auf dem Rücken der Kinder
Das Chaos an den Grundschulen um die Pflichttests für Viertklässler ist für die Kultusministerin mehr als peinlich.
Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hat Ärger wegen der neuen Grundschulempfehlung.
Marijan Murat/dpa Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hat Ärger wegen der neuen Grundschulempfehlung.
Marijan Murat/dpa