Für Andreas Gumper, Zugführer der durch das DRK getragenen Einsatzeinheit 3 des Katastrophenschutzes im Alb-Donau-Kreis, ist die Sache klar: „Der Katastrophenfall würde für uns einiges einfacher machen„, sagt er. Auch im Hinblick auf die Freistellung der Ehrenamtlichen, die derzeit auf den guten Willen ihrer Arbeitgeber angewiesen seien – im Katastrophenfall sind sie nämlich per Gesetz freigestellt. Dieser Meinung ist auch Felix Roßnagel, Zugführer der Einsatzeinheit 2 des ASB in Ulm. „Derzeit haben wir weder eine rechtlich garantierte Helferfreistellung noch ist geregelt, wer für entstehende Kosten aufkommt“, sagt er. Zudem gälten in unterschiedlichen Städten und Kreisen unterschiedliche Regeln, was die Sache weiter verkompliziere. „Im Katastrophenfall wäre das landesweit einheitlich geregelt.“
Warum Baden-Württemberg nicht den Katastrophenfall ausruft
Bayern hat längst den Katastrophenfall ausgerufen, auch Helfer im Südwesten fordern das. Doch wäre das überhaupt sinnvoll?
Szenen einer Katastrophenschutzübung bei Ulm. Viele Helfer wünschen sich, dass das Land in der aktuellen Lage offiziell den Katastrophenfall ausruft.
Dennis Straub Szenen einer Katastrophenschutzübung bei Ulm. Viele Helfer wünschen sich, dass das Land in der aktuellen Lage offiziell den Katastrophenfall ausruft.
Dennis Straub