Es ist ein Auftritt, der Wellen schlägt: Am Dienstagabend ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in der ZDF-Sendung „Markus Lanz„ zugeschaltet – und 75 Minuten lang in der Defensive. Warum Baden-Württemberg ausschere, die Schulen zwei Wochen früher öffne, obwohl doch Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten anderes beschlossen habe? Immer wieder muss er rechtfertigen, was er und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch verkünden wollen: Kitas und Grundschulen ab 1. Februar schrittweise zu öffnen. Irgendwann wird es Kretschmann zu bunt: Man solle „kleine Abweichungen nicht immer so aufbauschen“, schimpft er, es gehe zudem „nur um GRUNDSCHULEN, alle anderen bleiben GESCHLOSSEN“, man solle nicht so tun, „als seien da Schurken am Werk.“
Notbremsung auf dem Sonderweg: Ist die Schulöffnung jetzt ganz vom Tisch?
Bei Markus Lanz musste Ministerpräsident Kretschmann noch die Schulöffnungen verteidigen, tags darauf sagte er ab. Beobachter halten eine Öffnung am 1. Februar für kaum denkbar.
Bohrende Fragen und ein kleiner Ausraster: Kretschmann am Dienstagabend im Verhör bei Markus Lanz.
zdf screenshot https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz Bohrende Fragen und ein kleiner Ausraster: Kretschmann am Dienstagabend im Verhör bei Markus Lanz.
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