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Kritik an Corona-Politik

Lucha zur Corona-Aufarbeitung: „Es gibt überhaupt nichts zu verbergen“

Seit Veröffentlichung der „RKI-Protokolle“ wächst die Kritik an der Corona-Politik. Gesundheitsminister Manfred Lucha verteidigt die Maßnahmen vehement – mit dem Wissen von heute würde er aber einiges anders machen.

„Meines Erachtens gibt es überhaupt nichts zu verbergen“, sagt Gesundheitsminister Manfred Lucha zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie.
„Meines Erachtens gibt es überhaupt nichts zu verbergen“, sagt Gesundheitsminister Manfred Lucha zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie.
Volkmar Könneke

Er schwappt immer wieder an die Oberfläche der politischen Debatte: der Ruf nach einer Aufarbeitung der Corona-Pandemie. Welche Beschränkungen waren richtig, welche übertrieben? Welche Entscheidungen würden Politikerinnen und Politiker heute anders treffen als in der Krise – und was lässt sich aus den Fehlern lernen? Für den baden-württembergischen Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) ist eine Erkenntnis offensichtlich: „Wir sind leider noch keine krisenresiliente Gesellschaft“, sagt der Grünen-Politiker beim Redaktionsbesuch der SÜDWEST PRESSE in Ulm. „Unsere DNA sind Prävention und Ordnung, aber es gibt Diktatoren und Viren in der Welt, die sich nicht an unsere Ordnung halten – und darauf sind wir bisher nur bedingt vorbereitet.“